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  aktualisiert 09.01.2017

 


 

 

 

 

 

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Informationen zur Vorbeugung

Wie können Sie Gicht vorbeugen?

Die Neigung zu einem erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) ist Voraussetzung für ein Entstehen der Gicht.

Diese Neigung wird vererbt, deshalb sollten Personen, in deren direkter Verwandtschaft Hyperurikämie oder Gichtanfälle aufgetreten sind, ihren Harnsäurespiegel vorsorglich regelmäßig kontrollieren lassen.

Personen, deren Harnsäurespiegel bereits erhöht sind, können dem Entstehen von akuten Gichtanfällen und vor allem der Entwicklung von chronischer Gicht ausschließlich dadurch vorbeugen, dass sie in Zusammenarbeit mit ihrem Arzt streng darauf achten, dass die erhöhten Hanrnsäurewerte in ein normales Niveau gesenkt und dort dauerhaft gehalten werden.

Den Schlüssel zum Erfolg bietet die Umstellung der Ernährung auf purinarme Kost. Generell gilt, dass eiweißreiche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Wurst und besonders Innereien viele Purine enthalten und deshalb nur sehr beschränkt auf den Speiseplan gehören.

Milchprodukte, Obst und Gemüse hingegen enthalten nur sehr wenige oder keine Purine. Diese allgemeinen Hinweise sind für Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten - und ganz besonders mit bereits erlebten Gichtanfällen - aber wenig hilfreich. Um erhöhte Harnsäurewerte senken zu können muss exakt beachtet werden, dass mit der Nahrung pro Tag nur soviele Purine aufgenommen werden, dass vom Stoffwechsel nicht mehr als 400mg Harnsäure produziert werden.

Aus 1mg Purine entstehen per Verstoffwechselung 2,4 mg Harnsäure - diese Formel für die Verstoffwechselung der mit der Nahrung aufgenommenen Purine ist einfach zu merken. Doch wieviele Purine sind in welchen Lebensmitteln enthalten und welche Kombinationen von Lebensmitteln, Gewürzen, Getränken usw. ergeben dann pro Menue welche Mengen an Harnsäure?

Die Antworten auf diese Fragen sind heute nicht mehr das Resultat von langem lesen und kompliziertem rechnen - diese Antworten gibt heute ohne Vorkenntnisse der Materie der Purinrechner. Den Link zur kostenfreien Nutzung finden Sie in dem roten Feld im linken Teil dieser Seite.

Nicht immer genügt die Umstellung auf purinarme Kost zur ausreichenden Senkung der erhöhten Harnsäurewerte. Doch bevor Sie Ihren Arzt nach harnsäuresenkenden Medikamenten fragen, überdenken Sie nochmals ob Sie den Nahrungsempfehlungen wirklich ausreichend gefolgt sind und lesen Sie bitte die Rubrik Nebenwirkungen.

Jedes wirksame Medikament hat Nebenwirkungen und wenn es machbar ist, ist die Nahrungsumstellung immer die weitaus bessere Alternative.

Nicht nur bei Gicht - aber hier ganz besonders - wird im Rahmen der Ernährung häufig übersehen, welche Rolle die Aufnahme von Getränken spielt. Die wichtigsten drei Regeln:

  - Softdrinks mit Fruchtzucker erhöhen das Risiko für einen Gichtanfall um 25% wenn 3 Getränke pro Woche getrunken werden – das Risiko verdoppelt sich bei einem Konsum von täglich einem Softdrink

  - Alkohol behindert das Ausscheiden von Harnsäure und sollte deshalb am besten gemieden werden.

  - Bier enthält selbst viele Purine und wird mit dem enthaltenen Alkohol zum doppelt wirksamen Gift für Gichtpatienten – absolut meiden.

  - 2 Liter Wasser oder Tee pro Tag sind das Minimum zur guten Durchspülung der Nieren.

Übergewicht erhöht das Gichtrisiko. Gewichtskontrolle und ggf. -reduktion reduzieren das Risiko zusätzlich. Gerade beim Abnehmen ist es sehr wichtig, ausreichend zu trinken (mindestens 2 Liter pro Tag), damit die vermehrt anfallende Harnsäure schnell über die Nieren ausgeschieden wird. Hohe Flüssigkeitsaufnahme hilft auch, Harnsäureablagerung in der Niere zu verhindern. Vorsicht: Zu schnelle Gewichtsabnahme kann akute Gichtanfälle auslösen.

Eine weitere wichtige, vorbeugende Maßnahme ist die Behandlung von Risikofaktoren, die eine Erhöhung der Harnsäurewerte begünstigen. Neben Übergewicht gehören dazu u. a . Bluthochdruck (Hypertonie) und zu hohe Cholesterinwerte.